Bützow und Bützower LandMecklenburgische Seenplatte

Bützow ist der größte und zentrale Ort im Bützower Land. Er liegt reizvoll auf einer durch Warnow und Bützower See gebildeten Insel.

1229 wurde Bützow erstmals urkundlich erwähnt und war Jahrhunderte Hauptstadt des Bistums Schwerin. Die Geschichte und die Entwicklung der Stadt sind immer wieder mit dem Schloss in Verbindung zu bringen.

Das Schloss war Bischofssitz und Witwensitz der Herzogin Sophie-Charlotte, wurde als Friedrichs-Universität zu Bützow genutzt und beherbergte das Kriminal-Kollegium, die oberste Untersuchungsbehörde des Landes in allen Kriminalfällen.

Es mag kurios klingen, aber Bützow, 1760 noch ein Ackerbürgerstädtchen mit kaum mehr als eintausend Einwohnern, war für fast 30 Jahre eine mecklenburgische Universitätsstadt.

Zu einer kleinen Revolution kam es im Jahre 1794 im Zuge des Gänsekrieges. Nachdem ein Verbot vom Magistrat von Bützow, die Gänse frei auf den Straßen herumlaufen zu lassen, von den Bürgern der Stadt ignoriert wurde und er daraufhin die Gänse wegsperren ließ, kam es zu einem Tumult, bei dem fast 800 Personen mit dem Ruf: „Es lebe die Gänsefreiheit” die Befreiung der Gänse forderten. Im Zeichen dieser Begebenheit begehen die Bützower jährlich, rund um den 1981 auf dem Markt erbauten Gänsebrunnen, die Gänsemarkttage. Dieses der Tradition verschriebene Volksfest wird jährlich am letzten Wochenende im August zur Erinnerung an die „einmalige Revolution in Bützow” gefeiert.

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