Kapelle S. Mariae Virginis Lupendorf | Mecklenburgische Seenplatte

Kapelle S. Mariae Virginis LupendorfLupendorf

2017 Kapellenplatz erhält ein Kreuz mit Bronze "Ich bin die Tür" (Kathrin Gessin), und Sitzbank. Gesamtgestaltung Eckart Hübener, Rambow.

Aus der Geschichte von Lupendorf

  • 1242 - 10 Bauern, 4 Kossaten und eine Bauerngilde im Ort. Er gehört dem Kloster Dobbertin. Diesem stiftet Moltzan einen Acker an der Rambower Mühlenbeke.
  • 1287 - Nicolaus Hahn mit Basedow belehnt. Die Hahn (Tressow und Hinrichshagen) haben Lupendorf gemeinsam. 1404 Der Lupenbach, -beke, "Bach des Lübbe", auch ZUZIZA genannt, teilt nun die Einflussphären Maltzahn / Hahn voneinander.
  • 1307 - Kloster Dobbertin hat das höchste Gericht. 1309 Lupendorf kommt zum Bistum Cammin. Das Kloster verkauft 1577 es an die Hahn (Hinrichshagen /Basedow)
  • 1592 - Wangelins (Tressow) und Hahn (Lupendorf) vereinbaren gemeinsame Viehweide am Strietfeld sowie am Tressower Moor am Lupenbach.
  • 1756 / 1810 / 28 - Existenz einer Bauerngilde im Ort. 3 Bauern zu Hahn und 3 Bauern zu Maltzan. Die Bauern werden nach und nach gelegt. Der Herzog schreitet oft ein.
  • 1816 Konkurs des Theatergrafen Carl Graf Hahn. Israel Jacobson erwirbt Tressow und Teile Lupendorfs bis zu seinem Tod 1828.
  • 1829 - Verkauf Ulrichshusens an Cravack.
  • 1845 - 1855 - Je ein Erbhof für 5 Bauern. Eine Meierei, später Pachtgut wird errichtet, mit Herrenhaus, Katen, Toranlage, Linde auf dem Hofplatz und Kastanienweg bis Abzweig Tressow neu angelegt. Rinder - u.a. Ställe nach 1859, 1870 2 Scheunen (Initialen CH-EH gb. Wbg. (Cuno Hahn, Editha geb. Wartenberg)). Das alte Dorf ist 1855 abgerissen. Pächter: Sellschopp: 1856 Edmund sen., 1890 Edmund jun., 1913 Edmund (3.). Das Pachtgut bis 1934 im Hahn'schen Besitz, dann Domäne, wird 1937 zur Aufteilung vermessen. Pächter 1937 heißt Moll, er flieht 1945 nach Ratzeburg
  • 1939 - 5 Lupendorfer Bauern sind 1. Friedrich und Hanna Rechlin, 2. Friedrich Schwinkendorf, 3. Paul Barner, 4. Lippert, 5. Erna Lehmann (1939 Höche, 1988 Förster), 4 Lupendorfer Bauern bleiben bis 1960 selbstständig. Hofbesitzer Lippert flieht nach Paraguay.
  • 1945 Besatzung durch "Rote Armee". Sie zieht von Schwinkendorf über Lupendorf nach Rothenmoor. Kommandantur im Gutshaus. Bürgermeister ist aus jüdischer Familie.
  • 1946 Bodenreform für 36 Bauern. 1955 LPG "Freies Deutschland". Gutshaus ist Wohnung für Ost-Vertriebene, Küche, Büro, Saal, Krippe.
  • 1957 - 355 Bürger (mit Ulrichshusen)

Kirchliches Leben seit dem frühen Mittelalter:

  • 1648 - "Alhir hat der Pastor alle Jahr 5. mahl in der fasten geprediget. Patroni sint die Hahnen ... Die Capelle ist von klein gebewde in holtz gemauret, etwas tachloß, inwendig gantz verwüstet, liegt voller stroh, Der Boden mit dannen latten zugemacht. Vfm Kirchhofe eine kleine glocke. Was diese Capelle an Capitalgelde außstehendt hat, davon wißen die Bauwren nichts, oder vielmehr haben nichts davon wißen wollen. Ernst Schwinkendorf berichtet, daß zu dieser Capellen gehöre ein Camp Ackers negst den beke, von 2 1/2 Schffl. Aussaat." (Kapellenacker an der Totenbrücke am Lupenbach)
  • 1662 - "kleiner steinern Altar, kleine Klocke vorhanden"
  • 1777 - Pastor verlangt Schul-Neubau auf dem Gelände des wüsten Kirchhofes zu Lupendorf
  • 1806 / 1813 - Der Schneider Spiegel ist Schulmeister für 29 Schulkinder. Pastor Lange Herzog mahnt den notwendigen Schulbau durch den Patron beim Herzog an, 1837 Schule in Tressow
  • 1788 - Kapelle ist lt. Erbpachtvertrag den Interessen Hahn geopfert und beseitigt

Karte & Anreise

Kontaktdaten

Kapelle S. Mariae Virginis Lupendorf
17194 Lupendorf

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