Milchstraße erleben

Wenn die Sonne schlafen geht, überspannt in wolkenlosen Nächten ein gigantischer Sternenhimmel die Mecklenburgische Seenplatte. Die Lichtverschmutzung ist in der wald- und seenreichen Region gering. Keine Großstädte bestrahlen mit ihrem Licht den Nachthimmel. Auch die geringe Bevölkerungsdichte lässt die Sterne funkeln: Durchschnittlich leben in der Seenplatte nur 27 Menschen pro Quadratkilometer, im Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide sind es sogar nur 9. In Berlin sind es hingegen 4088. Die Dunkelheit ist sowohl für den Biorhythmus des Menschen als auch für die Insekten wichtig. Diese fühlen sich vom Licht irritiert, finden ihre Flugrouten nicht mehr und verenden.


Die dunkelsten Orte

Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide arbeitet an einer Zertifizierung als Sternenpark. Die Messgeräte zeigen bereits jetzt, ausreichend dunkle Werte. Jedoch muss das über Jahre dokumentiert werden und die Gemeinden müssen ihre Straßenbeleuchtung umstellen. Die individuelle Sternenbeobachtung ist jederzeit für jedermann möglich. Zu sehen sind Milchstraße, Orionnebel und entfernte Planeten. Führungen und Veranstaltungen von Astrofotografie bis Supermond finden regelmäßig statt. Nach Anmeldungen sind auch geführte Touren mit Teleskop zur Astronomie möglich.

Im Mecklenburger ParkLand entsteht ein Astrolehrpfad mit 6 thematischen Himmels- und Naturbeobachtungsstationen. Die vom Künstler Andreas Dietzel gestalteten Objekte greifen das Thema historische Astronomie auf und nähern sich diesem aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So lohnt sich auch tagsüber ein Besuch. Die erste Sternenbeobachtungsstation entsteht auf dem FerienGut Dalwitz. Auf einer Liege für 2 Personen können Gäste mit einem Fernglas oder einem Teleskop den nächtlichen Sternenhimmel beobachten. Das Thema der Station soll die bronzezeitliche Sternenkunde sein. Hierzu wird ein Replikat der Himmelsscheibe von Nebra so aufgestellt, dass es beweglich ist und von den Besuchern somit auch angewendet werden kann. Eine Informationstafel soll den heimischen Sternenhimmel skizzieren und darüber informieren wie Sternenkarten und die Himmelscheibe von Nebra zu nutzen sind. 5 weitere Stationen komplettieren 2020 den Lehrpfad.


Magische Orte

Ob mit einem Hausboot auf dem See oder einfach nur am Seeufer: Wenn in einer windstillen Nacht, sich die Sterne auf der Seeoberfläche spiegeln, ist das ein Moment, der ins Herz geht.


Beste Jahreszeit

September bis Mai sind die besten Monate, um Sterne zu sehen. Im Hochsommer wird es erst gegen 23 Uhr dunkel und gegen 4 Uhr schon wieder hell. Im Winter hingegen funkeln die Sterne bereits ab 17 Uhr. Mit warmen Sachen und heißem Tee wird es zu der Jahreszeit ein ganz besonderes Erlebnis.


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