Wilde Schloßpark-Elefanten nebst Puppenhäusern

Fincken - Wenn ER ein „Morgenmuffel“ ist und SIE ein „früher Vogel“, so finden beide dennoch genügend Platz in einem einzigen Bett, wie die witzigen Kissenaufdrucke in den von einem Architektenpaar exklusiv eingerichteten Hotelsuiten verheißen. Überhaupt heißt es in Fincken, den Reiz der Gegensätze zu entdecken. Dem „frühen Vogel“ kann bei seinem Spaziergang im wilden Schloßpark nämlich wundersamer weise schon mal eine Elefantenfamilie begegnen – aus Stein. ER kann mit dem Tretboot in „See“ stechen und die heilsame Stille in der barocken Schloßkapelle verlängern. Im Klassenzimmer der früher auch als Schule genutzten Kavaliershäuser können SIE und ER danach Slow Food zelebrieren. Eine runde Sache ist auch die von der Gemeinde erhaltene Rundscheune aus Fachwerk.

Bad Stuer - In Bad Stuer lässt sich ein Abglanz der einst hier am längsten bestandenen Wasserheilanstalt Mecklenburgs erleben - in Gestalt einiger Bäderarchitektur-Villen mit kunstvoll geschnitzten Holzveranden. Neben Spazierwegen längs steil ansteigender bewaldeter Endmoränenpfade ringsum lässt sich von hier aus auch eine geführte Wanderung mit Familie Dreyer ins Tal der Eisvögel unternehmen. So kann man mit etwas Glück die wunderschön eisblau gefiederten Vögel beobachten. Treffpunkt nach vorheriger telefonischer Anmeldung am Parkplatz des Seehotels.

Dammwolde - Sie ist die kleinste aber schönste: Die Kirche im abgelegenen Dammwolde. Von außen eher unscheinbar, gibt sie demjenigen, der sie erst entdeckt hat, ihr ganzes prachtvolles Inneres preis: Die seltene, naive Barockbauernmalerei an der hölzernen Decke, die prachtvoll geschnitzte Empore, die grau-orangeroten Bänke, das restaurierte Altarbild und noch viele hübsche Details. Der sakrale Fachwerkbau aus dem 13. Jahrhundert hat sogar den wild tobenden Dreißigjährigen Krieg überstanden. Die Kirche stand bereits bedenklich schief und sollte gesperrt werden. 

Darze - Das geräumige Bauernhaus bietet nicht einfach nur die passende Hülle für einen Antik- und Kram-Flohmarkt für Allerlei aus Großmutters Zeiten.  Inhaberin Katja Schülke kreiert dazu selbst geschickt Miniaturen: Sie bestückt Wundertüten auf Wunsch, bastelt „Bonsai“- Fotoalben, formt kleine Handtäschchen aus Papier und verwandelt alles in eine überraschende Wunderkammer.  Der eigentliche Clou von Friedas „kleiner“ Scheune aber entpuppt sich beim Gang auf den Dachboden: Hier werden in Norddeutschlands wohl einzigem Puppenstubenmuseum Kinderträume wahr und Erinnerungen wach. Denn die gebürtige Sächsin hat bereits über 100 originelle Puppenhäuser gesammelt und zeigt hier nun schon einige davon, vom „Haus Gisela“ bis zur „Villa Monika“.

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