Andreas Marz - Inhaber, Yachtcharter MYM

Das Familienunternehmen Müritz-Yacht-Management (MYM) sitzt in Rechlin an der Müritz. Neben dem Charterbetrieb verfügen sie über eine eigene Yachtwerkstatt und einen Bereich Yachtwerft nebst Handel mit Neu- und Gebrauchtyachten. Sie haben zwei eigene Yachtserien aus Stahl und Gfk entwickelt und produzieren diese in Rechlin.

Andreas Marz von Müritz-Yacht-Management (MYM) versucht seinen Optimismus zu wahren, dabei helfen auch Kundenreaktionen wie diese:

„Ein Stammgast, der erst im Herbst fährt und bis jetzt nur seine Anzahlung getätigt hat, rief uns an und sagte: ‚Weißt du was, ich überweise euch jetzt schon die Restzahlung, denn das könnt ihr bestimmt gebrauchen.’ Da sagen wir nur, wow!“

Nein, die Charterflotte ist vorbereitet und liegt fertig im Wasser. Wenn bei uns die Boote im Oktober aus der Vercharterung gehen, schauen wir jedes Boot intensiv durch, erneuern Mobiliar und überprüfen die Technik. Die Arbeit wird im Winter erledigt, damit zum Saisonstart an Ostern alles fertig ist.

Wir müssen jetzt mit Optimismus durch diese Krise gehen. Bei uns ist bis jetzt noch keiner in Kurzarbeit und das versuche ich so lange es geht hinzu bekommen. Wir nutzen die Zeit, um unsere Internetseite etwas frischer und schicker zu machen. Das ein oder andere Foto wird erneuert. Für unsere kleineren Boote bis 6 m, die Daycruiser, versuchen wir das Online-Geschäft zu aktivieren. Dinge, die sonst liegen bleiben, werden jetzt in Angriff genommen. Wir wollen vorbereitet sein, wenn es wieder losgeht.

Zum Glück haben wir sehr viele Stammgäste. Ein Gast, der erst im Herbst fährt und bis jetzt nur seine Anzahlung gemacht hat, rief uns an und sagte: ‚Weißt du was, ich überweise euch jetzt schon die Restzahlung, denn das könnt ihr bestimmt gebrauchen.’ Da sagen wir nur, wow.

Zu Beginn der Reisebeschränkungen sind wir sofort aktiv geworden und haben uns mit einer Videobotschaft an unsere Kunden gewandt. Viele haben wir einzeln kontaktiert, ein fairer Umgang miteinander ist uns sehr wichtig. Sofern möglich, versuchen wir Umbuchungen hinzubekommen. Das geht natürlich nicht immer, weil die Gäste ihren Urlaub umbuchen müssen und das auch mit dem Arbeitgeber zu klären ist. Bei einigen müssen wir natürlich auch über Stornierungen sprechen und das Geld auszahlen.

Normalerweise ist von Mitte März bis Mitte April die heißeste Phase. Gerade bei schönem Wetter merken wir normalerweise einen unheimlichen Drang von unseren Eignern, die ihre Boote aufs Wasser haben wollen. Das geht nie schnell genug. Wir können uns zu der Zeit überschlagen und machen normalerweise Überstunden. Wenn ich dem jetzt etwas Positives abgewinnen soll, dann muss ich sagen, es ist entspannend im April auch mal einen ganzen Tag zu Hause zu sein. Wenn man den Hintergrund sieht, ist es natürlich nicht entspannend.

Es ist ruhiger geworden. Das Telefon klingelt weniger, dadurch schaffe ich mehr. Ansonsten hat sich nicht viel geändert. Ich habe jetzt natürlich andere Dinge zu tun, muss mich mit Förderanträgen und Banken beschäftigen. Wir versuchen uns nicht unterkriegen zu lassen. Letztendlich trifft uns das nicht alleine, sondern alle. Wir können immer sagen, wir haben nichts falsch gemacht. Es wird eine Zeit nach Corona geben, wir wissen nur nicht wann…


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