Alexander Borchard - Inhaber, Familotel Borchard´s Rookhus

Das Familien- und Kinderhotel Borchards Rookhus empfängt in den 40 Zimmern mit kindgerechter Ausstattung und Equipment ausschließlich Familien. Es liegt direkt am See und grenzt an den Müritz-Nationalpark. Kinder- und Babybetreuung, Hallenbad und Vollpension gehören zum Programm. Am 1. Mai soll die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen stattfinden.   

Der hat sich um 180° gedreht. Wir mussten komplett schließen und auch die Mitarbeiter sind alle in Kurzarbeit sind. Nur ein paar wenige von der Rezeption und der Nachtwache sind noch da.

Nein, seit einiger Zeit ist unser Mitarbeiterstamm fest.

Wir ziehen Renovierungen vor und versuchen, uns nicht unterkriegen zu lassen. Mit Postings bei Insta und FB halten wir die Gäste ein bisschen bei Laune. Unsere Bastelchallenge kommt gut an, nächste Woche stelle ich ein paar Zaubertricks rein. Die drehen wir gerade ab. Außerdem gibt es ein paar Lebensberichte von dem, was wir täglich machen. Nebenbei bastle ich an einer neuen Homepage.

Wir mussten innerhalb von 4 Tagen schließen, dadurch war alles planbar. Wir haben keine frische Ware mehr gekauft. Das, was noch in den Kühlhäusern war, konnten wir auf die Buffets bringen. Einiges wurde eingefroren und den Rest haben die Mitarbeiter mitgenommen. Sollte es wieder losgehen, wären wir innerhalb von 5 Stunden betriebsbereit.

Wir haben wirklich ganz tolle Resonanzen. Viele buchen schon um in den Herbst, nehmen einen Gutschein oder verlegen ihren Urlaub gleich auf nächstes Jahr Ostern. Die Anzahlung bleibt stehen. Wenn wir jetzt alles zurückzahlen müssten, wird es schwierig.

Das sollte eigentlich nur eine Momentaufnahme sein, weil meine Mitarbeiterin so perplex war. Es war aber gar nicht als Hilferuf gemeint. Jedoch riefen anschließend gleich weitere Gäste an und haben gefragt, ob sie das auch machen können. Das zeigt, dass es auch schöne, aufbauende Telefonate gibt.

Wir verstehen natürlich, dass Gäste stornieren müssen, weil sie auch direkt betroffen sind. Mit dabei sind einige Solo-Selbständige, wie z.B. Fotografen, die von heute auf morgen keine Aufträge mehr hatten. Wenn jeder mit der Situation so verständnisvoll umgeht, wie es für ihn am besten passt, dann ist doch allen geholfen.

Es ist wirklich seltsam. Wir haben dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum und das ist das erste Mal, dass wir Ostern nicht arbeiten dürfen. Doch wir können auch nichts unternehmen. Ich kann mich leider nicht in mein Wohnmobil setzen und losfahren. Da hätte ich lieber gearbeitet. Es ist auch neu, wieder mit einem 17- und 20-jährigen unter einem Dach zu leben. Ansonsten geht’s uns hier ja noch gut. Wir können raus in die schöne Natur.


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